Wer regelmäßig seinen Blutdruck zu Hause messen möchte, steht früher oder später vor einer schlichten, aber wichtigen Frage: Kann ich diesem Gerät vertrauen?
Die Antwort ist nicht selbstverständlich. Der Markt für Blutdruckmessgeräte ist groß – und unübersichtlich. Zwischen 15 und 150 Euro, Oberarm- oder Handgelenksmessung, mit Speicherfunktion oder App-Anbindung: Die Auswahl wirkt auf den ersten Blick breiter als nötig. Entscheidend ist jedoch nicht der Preis, nicht das Design und nicht die Anzahl der Funktionen. Entscheidend ist ein einziges Kriterium: Messgenauigkeit.
Und genau hier liegt das Problem. Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass viele handelsübliche Geräte teils erheblich von den tatsächlichen Blutdruckwerten abweichen – mitunter um 5, 10 oder sogar 15 mmHg. Wer mit einem solchen Gerät misst, bekommt keine verlässliche Grundlage für gesundheitliche Entscheidungen. Im schlimmsten Fall wiegt ihn ein zu niedriger Messwert in falscher Sicherheit.
Die Redaktion des Apotheken Spiegel hat sich aus diesem Grund entschlossen, die meistgekauften Geräte auf dem deutschen Markt einer näheren Prüfung zu unterziehen – ohne Herstellerkontakt, ohne Testmuster auf Anfrage, ohne kommerzielle Beteiligung irgendeiner Art. Unsere Auswahl beschränkt sich ausschließlich auf Geräte, die nach den anerkannten Protokollen der ESH (European Society of Hypertension) oder dem internationalen Standard ISO 81060-2 klinisch validiert wurden. Geräte ohne eine solche Zertifizierung haben wir unabhängig von Marke oder Preis nicht berücksichtigt – denn ohne Validierung gibt es keine nachgewiesene Genauigkeit.
Was unser Vergleich zeigt: Preis und Qualität korrelieren nur bedingt. Es gibt günstige Geräte, die klinisch einwandfrei arbeiten. Und teure Modelle, die in der Praxis enttäuschen. Welche Geräte in unserem Test überzeugt haben und warum, haben wir auf unserer Vergleichsseite transparent und nachvollziehbar dokumentiert.